

Die Poleiminze wurde früher in der Volksheilkunde vor allem gegen Verdauungsstörungen mit Blähungen und Koliken, Leber- und Gallenbeschwerden und bei Ausbleiben der Monatsblutung verwendet. Hildegard von Bingen beschreibt die Heilpflanze als starke Pflanze, die die Kraft von 15 Kräutern hat . Bei Fieber, Magenbeschwerden und Augenleiden empfiehlt sie die Einnahme. Auch bei Gehirnschmerzen hilft die Minze, dann allerdings als Wickel um den Kopf. Die Poleiminze ist auch als Abtreibungsmittel des Mittelalters bekannt. |
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| Poleiminzenkraut | 40g-Streudose 4,80 € 100g-Packung 6,80 € |
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| Wissenschaftlicher Name: | Mentha Pulegium | |||
| Pflanzenfamilie: | Lippenblütler | ![]() |
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| Weitere Namen: | ||||
| Vorkommen: | Europa, SW-Asien, N-Afrika in Flutmulden, am Ufer stehender Gewässer, in großen Stromtälern. | |||
| Verwendete Pflanzenteile: | Blätter | |||
| Ernte: | Juni – September | |||
| Inhaltsstoffe: | Ätherisches Öl mit Pulegon (HAB 34), daneben Menthon und Piperiton, Lamiaceen-Gerbstoffe, Flavonoide | |||
| Anwendungsgebiete: | Leber-, Magen- und Gallenbeschwerden, Fieber, Ausleitung von Wundsekret. |
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| Besonderheiten: | Mentha Pulegium ist eine Rohdroge. Die Verwendung sollte nur unter Aufsicht eines Fachmannes vorgenommen werden. Eine fälschliche Anwendung kann tödlich enden. Von Schwangeren ist die Pflanze zu meiden. |
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| Verwendung in der Küche: | Die Blätter können pulverisiert zu Salatdressings oder im Dessert verwendet werden. Für die natriumarme Kost kann man das Fleisch damit würzen. Lammgerichte erhalten eine besondere Note. | |||
| Hildegard von Bingen schreibt: | ||||
„Von folgenden 15 Kraeutern hat sie eine Kraft in sich, nämlich Zitwer, Gewürznelke, Galgant, Ingwer, Basilienkraut, Beinwell, Lungenwurz, Osterluzei, Schafgarbe, Eberraute, Engelsüß, Odermennig, Stur, Storchenschnabel, Bachminze. Und diese Kraeuter wirken allen Fiebern entgegen, und wer im Gehirn Schmerzen hat, so daß er krank ist, der lege Polei in Wein und koche sie, und er lege sie so warm um seinen Kopf , und er binde ein Tuch darüber, damit das Gehirn warm sei, und der Wahnsinn in ihm unterdrückt… Aber auch wer die Blätter der Polei roh mit Saft oft isst, nämlich wenn man sie allein dem Fleisch beigibt, der wärmt den Magen, wenn er einen kalten Magen hat. Und auch wenn sein Magen voll Gift, das ist Eiter, ist, reinigt und heilt es ihn.“ |
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